Dachshundclub Nordbayern e.V. - Sektion Coburg

Dackelrennen auf der Hubertushöhe am 8.9.2019 PDF Drucken E-Mail

Bericht vom freien Presseberichterstatter Hans Franz, Fotos Hans Franz und Celine Fechter

Tierisches Vergnügen vor 300 Schaulustigen

Hubertushöhe – Eigentlich ist es auf der Hubertushöhe, mitten im Wald zwischen Nurn und Tschirn gelegen, in der Regel seelenruhig. Auch dann, wenn in der Sommerzeit bei der dortigen Gaststätte reger Gartenbetrieb herrscht. Doch am Sonntagnachmittag war von dieser Ruhe nicht viel zu merken. Nicht etwa, weil eine Menschenmenge oder verschiedene Gefährte für Unruhe gesorgt hätten. Nein - es fand das alljährliche Dackelrennen statt und da waren die Vierbeiner einfach nicht zu überhören und auch die 300 Zuschauern warteten mit lautem Gelächter und Beifall auf.

Bei diesem schönen, schrägen, ja kuriosen Rennen ging es für die teilnehmenden „Athleten“ sprichwörtlich um die Wurst. Dies deshalb, weil es für sie nach Absolvierung der 20 beziehungsweise 35 Meter langen, etwas abschüssigen Grasrennbahn als Lohn eine Belohungs-Fleischwurst gab. Doch so sicher war dies nicht immer, dass die Dackel auch unbedingt über die Ziellinie gelangen wollten. Ein Lied davon kann die Reichenbacherin Ulrike Jakob-Kraus, die Wiederholungstäterin war, singen. Ihr Stupsi rannte in der Offenen Klasse in zwei Vorläufen fast schon wie um sein Leben und wurde stets klarer Sieger. Doch als er sich im Endlauf mit zwei weiteren Qualifizierten messen musste, blieb er einfach nach dem Start stehen und betrachtete sich das Geschehen vor dort aus. Somit war die gute Möglichkeit, Frankenwaldsieger zu werden, dahin und es gab eben nur „Bronze“. Auch in der Babyklasse (bis sechs Monate) waren die fünf Teilnehmer nicht gewillt nach dem Startsignal die 20 Meter-Strecke zu absolvieren. Einige suchten da schon lieber den Kontakt zu den am Rande stehenden Zuschauern oder deren mitgebrachten Vierbeinern. Ähnliches galt für die vier Starter in der Altersklasse (ab acht Jahre). Auch hier wurde einfach mal eine andere Richtung als die jetzt notwendigen 35 Meter geradeaus zum Ziel eingeschlagen. Da nützte es auch nichts, dass Frauchen oder Herrchen hinter der Ziellinie mit den verschiedensten, oftmals recht sonderbaren Lockmitteln (zum Beispiel Gänseflügel) wild auf sich aufmerksam machten, um so ihren Liebling zum Sieg zu verhelfen. In einem Fall war der Besitzer sogar gezwungen einen zweiten Dackel auf den Arm zu nehmen und mit diesem neben den Teilnehmer bis zum Ziel herzulaufen, damit dieser nicht auf andere Gedanken, sprich Abweichmanöver, kommt.

Anders ging es dann aber bei den 25 Dackeln der offenen Klasse (ab neun Monate bis 8 Jahre) zu. Als diese zum Sprint ansetzten rannte der Großteil in den Vorläufen und im Finale was das Zeug herhielt. Sie schalteten ihren Turbo ein, rannten mit ihren flinken und krummen Beinen sowie fliegenden Ohren mit perfekter Aerodynamik durchs Ziel.

Dieser spaßige Wettbewerb wird nun schon seit über 40 Jahre unmittelbar unterhalb des idyllisch gelegenen Waldgasthauses Hubertushöhe durchgeführt. Prof. Dr. Georg Härtel, Vorsitzender der Sektion Coburg im Dachshundclub-Nordbayern, hatte zu Beginn des Spektakels den Schaulustigen nähere Erläuterungen zum Rennverlauf gegeben und mit dem Kommando „Auf die Plätze, fertig, los“ die insgesamt 34 „Bodenfrostmelder“ auf die Reise geschickt.

Unschwer war vor allen Dingen bei den Jüngeren festzustellen, dass der Dackel nicht dann los läuft, wenn er oder sein Besitzer der Meinung ist, dass er loslaufen soll. Dies doch nicht, weil gerade jemand „los“ schreit. Er sieht auch nicht unbedingt die Notwendigkeit, dorthin zu laufen, wo gerade jemand einen Strich auf die Wiese gemalt hat und behauptet, dass dies das Ziel sei.

So gab es auch diesmal immer wieder die tollsten Kuriositäten zu erleben, die das Rennen auf der Hubertushöhe zu einem äußerst beliebten Anziehungspunkt für Jung und Alt alle Jahre im September macht. Apropos „Hubertushöhe“: Hier galt das Lob und der Dank von Georg Härtel dem Wirt des Waldgasthauses, Horst Weißenborn. Er hatte erneut für beste Voraussetzungen gesorgt. Da es für die Podestplatzinhaber auch Pokale und Urkunden gab, ging ein weiter Dank an die Sponsorin, Tierärztin Dr. Marlies Müller in Coburg.

Der diesjährige Frankenwald-Champion, der in der offenen Klasse ermittelt wird, kommt aus der Saalestadt Hof. Christel Held-Treuter und ihr „Oskar“ strahlten um die Wette bei der Siegerehrung. Je ein zweiter und dritter Platz gingen in den Kreis Kronach. Die Teilnehmer kamen aus Ober- und Unterfranken sowie aus Thüringen.

Die Besten in der jeweiligen Kategorie waren:

Babyklasse: 1. Chanel von der flinken Pfote (Besitzer Ronny Geier, Schonungen), 2. Apollo von der Wohlrose (Esther Hellmundt-König, Jena).

Offene Klasse: 1.Frankenwaldsieger Oskar“ Ernesto von Gaffron (Christel Held-Reuter, Hof/S.), 2. Willi vom Adlitzgrund (Julia Beitzinger, Lahm), 3. Stupsi von der Sonnenleite (Ulrike Jakob-Kraus, Reichenbach).

Altersklasse: 1. Lilli von Rauhenstein (Peter Sturm, Burgebrach), 2. Cilli vom Frankenland (Monika Mölter. Knetzgau). hf / Hans Franz


Pokale und Sachpreise warten schon Los gehts! fliegende Dackel Die Würstchenverteiler warten schon Babyklasse im Zielraum Freude!

Ein herzliches Dankeschön an alle Helfer, ohne die solche Veranstaltungen nicht möglich sind.




 

 

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