Dachshundclub Nordbayern e.V. - Sektion Coburg

Dackelrennen auf der Hubertushöhe am 9.9.2018 PDF Drucken E-Mail

Der freie Presseberichterstatter Hans Franz aus Nurn hat uns seinen Pressebericht mit Fotos zur Verfügung gestellt, herzlichen Dank:

Vierbeiner zündeten nicht immer den Turbo

Hubertushöhe - Es war wieder ein tierisches Vergnügen, das Dackelrennen auf der Hubertushöhe. Die gut 200 Zuschauer hatten sichtlich ihren Spaß, als bei dieser Traditionsveranstaltung 29 kleine Vierbeiner auf der etwas abschüssigen Grasrennbahn mit fliegenden Ohren durchs Ziel rannten, beziehungsweise rennen sollten. „Sollten“ deshalb, weil einige dieser „Bodenfrostmelder“ entweder eine andere Richtung einschlugen oder nach dem Start noch Überlegungen anstellten, ob sie denn überhaupt gewillt sind, die rund 35 Meter lange Strecke zurücklegen zu wollen. Da nützte es auch nichts, dass Frauchen oder Herrchen hinter der Ziellinie mit den verschiedensten, oftmals recht sonderbaren Lockmitteln (zum Beispiel Gänseflügel) wild auf sich aufmerksam machten, um so ihren Liebling zum Sieg zu verhelfen. Zumeist wurden drei Dackel nach dem Kommando „Auf die Plätze, fertig, los“ von Georg Härtel auf die Reise geschickt. In einem Fall gab es einen lachenden dritten Dackel. Dies, als sich die beiden Mitbewerber noch vor der Ziellinie im Rennfeld gegenseitig beharkten und der dritte im Bunde ungestört sich den Sieg und damit die (Belohungs-)Wurst holte. Allerdings gab es diese Wurst auch für alle anderen teilnehmenden Hunde. Für die Besitzer der Sieger gab es später Pokale, Urkunden und Preise.

Dieser spaßige Wettbewerb wird nun schon seit fast 50 Jahre unmittelbar unterhalb des idyllisch gelegenen Waldgasthauses Hubertushöhe durchgeführt. Veranstalter ist stets die Sektion Coburg im Dachshund-Club Nordbayern, die Mitglied im Deutschen Teckelklub ist. Sektionsleiter Prof. Dr. Georg Härtel hatte zu Beginn des Spektakels den Schaulustigen nähere Erläuterungen zum Rennverlauf gegeben. So starten die Rauh-, Kurz- und Langhaardackel in vier Klassen, und zwar in der Babyklasse (bis sechs Monate alt), der Jugendklasse (sechs bis neun Monate), der Altersklasse (ab acht Jahre) und der Offenen Klasse (ab neun Monate bis acht Jahre). In dieser Offenen Klasse wird auch der Frankenwaldsieger ermittelt. Diesen Titel holte sich nicht zum ersten Mal Joschi von Schloss Rosenau, denn dieser Dackel von Lothar Silzer aus Meeder zündete den Turbo am schnellsten. Aber auch die Rennleistungen des Zweitplatzierten Lilly von Rauhenstein (Peter Sturm aus Burgebrach) und des Dritten Pauline vom Nonnenschlag (Jens Blinzler aus Beikheim) war nicht von schlechten Eltern. Bei den „Babys“ waren nur zwei Dackel vertreten, wobei sich Paula-Anni von Brennberg (Elfi Lerke aus Sonnefeld) vor Casey vom Teufelsholz (Thilo Streng aus Neustadt) auf den Thron hievte. Den Sieg in der Jugendklasse erlief sich Kira vom Linteler-Forst (Markus Stelzer aus Weitramsdorf) vor Quincy vom Nonnenschlag (Egon Frank aus Theres). In der Altersklasse verdiente sich Cleo von der Herrlicher Höhe (Barbara Herr aus Coburg) die Siegerwurst. Es folgte Lenz vom Nonnenschlag (Sandra Fugmann aus Niederfüllbach). Die Teilnehmer kamen aus den unterschiedlichsten Richtungen zum Austragungsort, der an der Kreisstraße zwischen Nurn und Tschirn gelegen ist. Von Jena und Gotha, von Coburg bis Bamberg oder von Theres bis nach Reichenbach waren die Hundebesitzer gekommen.

Wie schon in der Vergangenheit, so funktionierte dieses Dackelrennen auf dem rund 50 Meter langen und 30 Meter breiten abgesteckten Areal nicht wie man das von einer üblichen Leichtathletik-Veranstaltung gewohnt ist. Der Dackel an sich läuft nämlich dann erst los, wenn er der Meinung ist, dass er loslaufen will. Doch nicht, weil gerade jemand „Los“ schreit. Er sieht auch nicht unbedingt die Notwendigkeit, dorthin zu laufen, wo gerade jemand einen Strich auf die Wiese gemalt hat und behauptet, dass das das Ziel sei. Da zieht es der „Athlet“ schon mal vor Kontakt mit den am Rande stehenden Zuschauern oder deren mitgebrachten Vierbeiner aufzunehmen. So gibt es immer wieder die tollsten Kuriositäten zu erleben, die das Rennen auf der Hubertushöhe zu einem beliebten Anziehungspunkt alle Jahre im September macht. Apropos „Hubertushöhe“: Hier galt ein ganz dickes Lob von Georg Härtel den Wirt des Waldgasthauses, Horst Weißenborn, und seinem Helferteam. Sie hatten erneut dafür gesorgt, dass unter anderem die Wiese in einen golffähigen Zustand versetzt worden ist. Härtel stellte dabei ausdrücklich das gute Verhältnis zum Wirt, der auch sich als Sponsor mit eingebunden hatte, heraus. Eine große Stütze war wie alle Jahre einmal mehr Rosi Bauersachs aus Rödental, die an allen Enden und Ecken helfend zur Stelle war.

hf / Hans Franz

Joschis Bericht von „seinem Dackelrennen“

Hallo zusammen, am Sonntag, 09.09.2018, war es wieder einmal so ein Tag im Jahr, der mich in eine innere Anspannung versetzte. Meine Zweibeiner ließen eine leichte Nervosität durch das Haus schwappen, die mich als Dackel in erhöhte Wachsamkeit versetzte.

Nachdem alle Sachen im Auto verstaut waren ging es los auf eine gut einstündige Fahrt. Als sich der Kofferraum öffnete und ich die bekannte Örtlichkeit wahrnahm wurde mit klar, das wird heute kein normaler Wandertag. Wir waren an dem Ort, wo ich schon gute, aber schlechte Erfahrungen erleben durfte.

Immerhin konnte ich schon als dreimaliger Sieger das Stadion hier verlassen, aber auch einen Angriff von zwei anderen Kumpels, die mich arg durchgekaut haben, mitnehmen.

Aber gut, nach zwei Jahren habe ich mein Dackel-Selbstvertrauen wieder gefunden, bin ich doch schließlich einer „von Schloß Rosenau“.

Nach einigen Begrüßungen bekannter Mitrenndackel, Ladys und Zweibeiner kommen wir zum Höhepunkt des Tages, dem „Dackelrennen“, das von unserem Sektionsvorsitzenden Prof. Dr. Georg Härtel in seiner ruhigen und fachlichen Art allen Anwesenden, unter denen sich mehr als 200 Zuschauer aus ganz Franken und Thüringen befanden, moderiert wurde.

Meine mir bekannten Kumpels und natürlich auch „meine Gusti“ suchten uns einen schönen Platz, wo wir einen guten Überblick über die Rennen hatten. So konnte ich mich noch in aller Ruhe entspannen und alles aufnehmen.

Es waren 29 Dackel von ihren Zweibeinern zum Rennen angemeldet.

Zu Beginn durften, wie immer, unsere jüngsten, bis zu 6 Monate alten, an den Start. Leider waren nur zwei vertreten. Doch die beiden „Minis“ versetzten alle Anwesenden mit ihrem Lauf in eine begeisterte Euphorie, der mit einem Riesenbeifall im Zieleinlauf endete.

 

 

Es ist schon unglaublich, zu welcher Leistung unsere Senioren im Alter ab 8 Jahren bis zum Rollatoralter noch fähig sind.

 

Als im Anschluss der Moderator zum Lauf um den „Frankenwaldpokal“ aufrief, wurde es für uns in der offenen Klasse gemeldeten Rennsemmeln ernst.

Ich war erstaunt, welche starken Kumpels mit schnittigen Dackelformen und flotte Ladys da an den Start gingen und sagte mir: „Joschi, heute musst du aber alles geben, wenn du Sieger werden willst“.

Meine Zweibeiner hatten für mich die Startnummer 1 erhalten, also auf Startplatz 1. Der war ganz links bei den Zuschauern und den Gasthunden. Na gut, dachte ich mir, heute wird nicht gebalgt.

Nach drei Vorläufen, in denen ich mir jeweils den ersten Platz erlaufen hatte, kam es zum wichtigsten, den Lauf um den Frankenwaldpokal. Jetzt ging es sprichwörtlich um die „letzte Wurst“.

Prof. Härtel gab das Kommando „Auf die Plätze, fertig, los“ und es ging los.

Alter Schwede, die anderen waren ja bis hierhin auch sehr gut. Doch auch jetzt konnte ich als Erster die Ziellinie überfliegen und von meinem Chef durchgeknuddelt und gelobt werden, und jede „Rennsemmel“ bekam noch eine „letzte Wurst“.

Was noch bleibt ist, mich beim Veranstalter, dem Pächter der Hubertushöhe, Herrn Weißenborn mit seinem Team, den Sponsoren Sparkasse Coburg-Lichtenfels, Happydog und Fr. Dr. Müller sowie alle Teilnehmer zu bedanken.

Es war wieder sehr schön alle mal wieder gesehen zu haben.

Mit dackeligem Gruß, euer Joschi v. Schloß Rosenau und seine Zweibeiner Gitta und Lothar - bleibt alle (mit 4 Pfoten oder 2 Beinen) wie ihr seid!

 

 


Auch Doris Zeitner hat uns Fotos überlassen, herzlichen Dank!

 

 

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